Im Netzwerk

Schon seit vielen Jahren besitzt Railware vielfache Funktionen mit Gleisbildverknüpfungen über Netzwerke. Kein Wunder: denn der Hauptentwickler und Ideengeber für Railware stammt aus der Datenkommunikation.

So gibt es heute viele praxisnahe und ausgeklügelte Funktionen, die insbesondere den Betrieb größerer Modellbahnanlagen ermöglichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob viele Benutzer eine Anlage gemeinsam bedienen möchten, oder ob, wie bei großen Schauanlagen, alles automatisch und möglichst bedienerlos arbeiten soll.

 

 

Im Miniatur Wunderland in Hamburg, der größten Modellbahn der Welt, zeigt Railware eindrucksvoll sein Leistungsvermögen. Mehr als 20 Railware Betriebsrechner sowie 2 Server sorgen voll vernetzt für einen möglichst reibungslosen Betriebsablauf.

Mehrere Benutzer bedienen die gesamte Modellbahnanlage

Dies ist im Grunde keine Funktion von Railware, sondern wird am einfachsten mit einer VNC (Virtual Network Computing) Software realisiert. Derartige Software gibt es als kommerzielle Lösungen, aber auch als Open Source Software.

Auf dem PC auf dem auch Railware läuft und die Digitalzentrale angeschlossen ist, wird ein VNC- Server installiert. Auf allen PCs die darauf zugreifen sollen, wird nur ein VNC- Viewer installiert. Der VNC- Viewer stellt per Netzwerk eine Verbindung zum Server her.

Beide PCs stellen nun den gleichen Inhalt auf dem Monitor dar. Jeder sieht das aktuelle Railware Gleisbild und es kann gleichberechtigt bedient werden.

 


VNC Client zeigt Bildschirminhalt des Railware PC an und leitet Maus und Tastatur weiter

 

Bei einer Railware Installation ab Version 6.22 kann optional eine freie VNC Software installiert werden. Sie ist bereits vorkonfiguriert und direkt von Railware startbar. Wir verwenden TightVNC. Weitere Informationen: [ www.TightVNC.com ]

Mehrere Benutzer bedienen jeweils eigene Anlagenteile

Hier können mehrere Benutzer je einen eigenen Anlagenteil bedienen. Ein als Server konfigurierter Railware PC bedient die Digitalzentrale für die ganze Anlage. Per Netzwerk können sich weitere Railware PC zuschalten, die jeweils einen anderen Anlagenteil, wie z.B. einen Bahnhof oder ein Betriebswerk, darstellen und bedienen. Mit eindeutigen Übergabesymbolen erfolgt die logische Verbindung der Gleise zwischen den Gleisbildern. Railware stellt alle benötigten Funktionen zur Reservierung von Fahrstraßen, den Gleisbesetztanzeigen und der Weiterleitung der Zugnamen fix und fertig zur Verfügung.

Auf Wunsch lassen sich auch andere Symbole wie Weichen, Signale oder Bahnübergänge per Netzwerk verknüpfen.

Diese Variante ist insbesondere auch für Vereine und andere große Modellbahnen gedacht.

 


Links: Client ohne Digitalzentrale per Netzwerk an Server angebunden

 

Der Austausch der Abläufe zwischen den Gleisbildern erfolgt über das Netzwerk. Der Server sendet und empfängt Informationen direkt an die Digitalzentrale. Bei einem Client werden alle Digitalbefehle zum Server weitergeleitet. Von dort erhalten die Clients auch Rückmeldungen von der Anlage.

Durch die Railware Modularität lassen sich auch weitere PCs zu Servern erklären, wenn sie ihre Anlage mit weiteren Digitalsystemen betreiben. Nun kann jeder Benutzer von jedem PC ein oder mehrere Gleisbilder aufrufen und damit alle digitalen Adressen simultan ansprechen.

Mehrere Benutzer mit PC und Digitalzentrale steuern eigenständige Anlagenteile

Mit dieser Funktionsgruppe wird ein Railware PC mit seiner Digitalzentrale und eigener großer Anlage zu einem autarken Modul. Alle Module funktionieren eigenständig. Zusätzlich zu den zuvor beschriebenen Methoden zur logischen Verbindung der Gleisbilder untereinander, können Züge über besondere Übergabegleise frei zwischen den einzelnen Anlagenteilen fahren. Dies kann sowohl verdeckt während eines kurzen Aufenthalts in einem Bahnhof geschehen, als auch in voller Fahrt auf freier Strecke.

Auf diese Weise lässt sich die Systemgrenze jeder bekannten Digitaltechnik überwinden. So kann man mit Railware Modellbahnanlagen beliebiger Größe bauen. Ein Fußballstadion mit einer Anlage in Spur N und tausenden Zügen kann Wirklichkeit werden.

 


Systemübergaben überwinden jede Grenzen

Diese Betriebsart wird überwiegend bei großen Schauanlagen eingesetzt.

Vernetzung der PC untereinander

Die Vernetzung aller beteiligten PC untereinander erfolgt über das heute fast ausschließlich verwendete TCP/IP Protokoll. Dieses Protokoll ist in allen Windows Rechnern vorhanden. Für die Übertragung wird ein Netzwerk benötigt. Hier hat sich Ethernet als Standard etabliert. Die benötigten Interfacekarten sind in allen modernen PCs standardmäßig vorhanden.

Bei größeren Installationen hat sich die Verwendung einer zentralen Datenbank bewährt. Aus diesem Grund kann Railware selbstverständlich seine Daten, statt im lokalen PC, auf einen SQL Datenbankserver ablegen.

Die Zentraluhr

Stellen Sie am Server die gewünschte Modellgeschwindigkeit ein.

Sind alle PCs gestartet, wird der Server zur Zentraluhr und versorgt alle angeschlossenen Clients mit der aktuellen Spielzeit.

Wie echte Bahnhofsuhren laufen die Normaluhren etwas schneller als die Zentraluhr und bleiben bis zur Synchronisation vor dem Minutenwechsel stehen.

Für größere Installationen, z.B. mit Light@Night oder weiterer Software, steht auf Anfrage eine eigenständige Zentraluhr zur Verfügung.

Weitere Infos: [ Zentraluhr ]

Sonstige Informationen

Alle PCs sind in ihrer Funktion gleichberechtigt und haben die gleichen Funktionalitäten.

Ein Gleisbild kann nicht mehrfach zur gleichen Zeit aufgerufen werden. Jede Lokomotive oder Zug kann zur Zeit nur in einem Anlagenteil sein und dort bedient werden.

Ist ein Benutzer nicht an seinem Platz, können Bahnhöfe auf 'Durchfahren' gestellt werden.

Fahrpläne gelten immer für den Betrieb auf der gesamten Anlage. Jeder PC kann zusätzlich eigene lokale Fahrpläne haben. Führen Fahrpläne durch andere Bereiche, kann dies andere Abläufe stören, da die Züge ja irgendwie unkoordiniert durch die Anlage geschleust werden. Aber Railware beherrscht auch dies. So ist es hilfreich, daß Züge mit Reservierungs- und Zugprioritäten versehen werden können.

Detaillierte Infos für Kunden: [ Netzwerkhandbuch ]