Virtuelle Fahrstraßen

Fahrstraßenreservierungen werden von der [ Zugsteuerung ] ohne jegliche Konfiguration erstellt. Doch sie kann noch viel mehr.

Reservierung virtuell verzögern

In der Regel wird eine neue Reservierung, auf Grund der auf Modellbahnen üblichen kurzen Blockabschnitte, mit dem Belegen eines neuen Gleisabschnittes erstellt. Diese Vereinfachung ist oft ausreichend. Doch auf Modellbahnen gibt es auch längere Blockabschnitte. Hier wird ein wie in der Wirklichkeit arbeitendes Verfahren aktiv: der Zug fährt ohne weitere Reservierung in den Block ein. Nun wird virtuell der Zeitpunkt bestimmt, an dem der Zug noch normal angehalten werden kann. Erst an diesem Punkt erfolgt die nächste Reservierung. Ist sie erfolgreich, kann der Zug weiterfahren. Wenn nicht, wird er zeitweilig angehalten.

 

 

Dieses Vorgehen bewirkt bei jedem Zug mit beliebiger Geschwindigkeit und in jeder Situation ein absolut vorbildgerechtes Verhalten - vollkommen ohne Konfiguration.

Fahrstraßen virtuell freigeben

Prinzipiell bestimmt das Ende eines Zuges den Punkt, an dem ein reservierter Fahrstraßenabschnitt wieder freigegeben werden kann. Bei einer nur mit kurzen Kontakten aufgebauten Anlage ist dies unmöglich. Aber auch auf einer Zweileiteranlage mit vollständiger Belegtmeldung auf den Weichen kann nicht immer sichergestellt werden, daß das Ende des Zuges richtig erkannt wird.

Darum macht die Zugsteuerung eigene Berechnungen um virtuell die richtige Freigabe zu bestimmen. Dazu wird aus der momentan gefahrenen Geschwindigkeit und der Länge des befahrenen Gleisabschnittes der Zeitpunkt bestimmt, an dem der Zug den Abschnitt verlassen haben muss. Ist der Gleisabschnitt frei und eine einstellbare Sicherheitszeit abgelaufen - kann die Freigabe erfolgen. Der Weg ist frei für den nächsten Zug.