Arbeitsweise Beispiel

Nur scheinbar scheint in Railware das Chaos zu bestimmen. Denn zu jeder Sekunde kann das System mit jedem beliebigen und unerwarteten Ereignis konfrontiert werden, worauf es selbsttätig Entscheidungen treffen muss.

Wie dies funktioniert, zeigt das folgende Beispiel, vom dem es situationsbedingt mehr als 50 Abwandlungen gibt - oder weitere 4500 andere Beispiele ...

Die Situation

Ein beliebiger Zug befährt einen Streckenabschnitt und löst während der Fahrt einen Kontakt aus. Am Ende des Abschnittes befindet sich ein "Halt" zeigendes Signal. Wer das Signal stellte und warum dies geschah, soll nicht weiter interessieren. Hier geht es nur um die beschriebene Situation.

Wer mit wem ...

Mehrere Instanzen des Railware Systems sind hier beteiligt. Außer der Zugverfolgung ist die Zugsteuerung von Nöten. Weitere beteiligte Objekte sind der Streckenabschnitt, der Zuganzeiger des Gleisbildes, das Signal, der Zug und eine Lok.

Damit es nicht zu unübersichtlich wird, wurden die Programmteile zur Kommunikation mit den Digitalsystemen und die allgemeinen Gleisbildfunktionen weggelassen.

Und so läuft es ab:

Zunächst löst der fahrende Zug einen Rückmeldekontakt aus. Dieses Ereignis wird zur Darstellung an den Zuganzeiger übertragen. Gleichzeitig wird die Zugverfolgung über die Kontaktauslösung informiert.
Die Zugverfolgung prüft nun auf Grund der vorgefundenen Weichenlagen sowie der schon bekannten Züge und deren Fahrtrichtungen, um welchen Zug es sich dabei handeln muss. Sie nimmt den ermittelten Zug und informiert den Streckenabschnitt (Zuganzeiger) darüber, dass sich nun ein bestimmter Zug darin befindet und nennt die Fahrtrichtung. Zeitgleich wird die Signalsteuerung informiert. In diesem Fall findet und stellt sie ein Blocksignal hinter dem Zug.
Der Streckenabschnitt schaut nun in seinen Eigenschaften nach, ob ihm ein Signal zugeordnet ist. Dies ist der Fall und darum fragt es im Signal die momentane Stellung ab. In diesem Fall wird das Signal die Stellung "Halt" zurückliefern.
Auf Grund der Fahrtrichtung des Zuges, der Richtung des Signals sowie seiner Stellung erkennt der Streckenabschnitt die Gültigkeit des Signals und weiß, dass dieser Zug nun angehalten werden muss. Es übergibt der Zugsteuerung Informationen der Lok zur momentan gefahrenen Geschwindigkeit und den im Abschnitt vorgesehenen Bremsweg.
Die Zugsteuerung ermittelt aus Geschwindigkeit, Bremsweg, Geschwindigkeitstabelle und der Fahrstufen die zu sendenden Fahrbefehle mit den benötigten Abständen. Diese werden dem Interface (RAILstack, Digitalsystem) übergeben. Zum Abschluss informiert die Zugsteuerung den Streckenabschnitt über den Erfolg des Haltevorganges.

Kompliziert ? Nein, nicht für das Railware System, denn dies ist noch eines der einfachsten Beispiele ...