Wie arbeiten die meisten Anderen ?

Die erste Gruppe der heute bekannten Systeme, und dazu zählen nahezu 4/5, implementieren einfache Befehle, die sich an den physischen Gegebenheiten der Digitalsysteme und deren Rückmeldemöglichkeiten orientieren. Dazu kommen Schaltbefehle sowie Fahrpulte zum Beschleunigen und Abbremsen von Lokomotiven.

Vorteil ist die Einfachheit des Programms. Die Nachteile sind aber für normale Modellbahner nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen.

Da ist zunächst einmal die Komplexität der Digitalsysteme: oft wird nur ein Teil der möglichen Funktionen implementiert. In der Regel nur das nötigste, also Lok- und Stellkommandos und Rückmeldekontakte. Moderne Digitalsysteme bieten aber viele leistungsfähige Kommandos, die z.B. die Synchronität zwischen Steuerung, Digitalsystem und Modellbahnanlage sicherstellen.

Zum Zweiten orientieren sich diese Systeme an den Gegebenheiten der physikalischen Eigenschaften der Digitalsysteme, weniger an logischen Modellbahnfunktionen und kaum an den Gegebenheiten der Anlage. Dies bedeutet das alle logischen Funktionen, wie z. B. Blocksteuerung, Linien, Bahnhofsaufenthalte oder Schattenbahnhöfe, vom Benutzer mehr oder weniger programmiert werden müssen. Diese Form der Programmierung wird oft unterschätzt. Komplexe Aufgaben lassen sich nur mit hohem Zeitaufwand realisieren und Änderungen sind aufwändig. Bei automatischen Abläufen mit Rück- und Belegtmeldern müssen diese oft an die Angaben und Erfordernisse der Software angepasst werden. Dies erschwert spätere Änderungen.

Eine solche Software wälzt also die Verantwortung für alle logischen Funktionen auf den Benutzer ab. Nicht selten sind Umbauten an der Anlage erforderlich. Die Funktionen sind einfacher gehalten. Die Komplexität liegt jedoch in den Tabellen und Einzelschritten der Programmierung und ist schon bei mittleren Anlagen kaum noch zu beherrschen.